In Bayern besteht die Jägerprüfung aus folgenden Teilen:

  • einer schriftlichen Prüfung über alle 6 Fachthemen (100 multiple choice Fragen)
  • einer mündlichen Prüfung in allen 6 Fachthemen
  • einer praktischen Prüfung in Waffenhandhabung und einer Schießprüfung

Die 6 Fachthemen sind Bestandteil der Jägerprüfung in Bayern und Bestandteil unserer Jagdausbildung:

  1. Waffen, Munition und Optik
  2. Haar- und Federwild
  3. Jagdrecht
  4. Jagdliche Praxis mit Wildbrethygiene
  5. Jagdhundewesen
  6. Naturschutz, Land- und Waldbau

Die 6 Ausbildungsfächer im Detail

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Waffen, Munition & Optik

Dieses Fachgebiet umfasst die verschiedenen Jagdwaffen und deren Verwendung, Aufbau und Handhabung, als Werkzeug des Jägers. Des Weiteren befassen wir uns hier mit der Jagdoptik, der Munition und dem Waffenrecht. Dieses Thema ist besonders wichtig in Hinblick auf ihre Schießausbildung, die Praktische Prüfung und für den späteren Umgang mit Schusswaffen. Besonderen Wert legen wir auf einen gewissenhaften Umgang mit den Jagdwaffen und auf die nötigen Sicherheitsvorkehrungen und Unfall Verhütungsvorschriften.

02


Haar- und Federwild

Für die waidmännische Jagd ist das Wissen über die heimischen Tiere unerlässlich. In diesem Fach wird auf die Anatomie, besondere Merkmale, Lebensweise, Vorkommen und das erforschte Verhalten der dem Jagdrecht unterliegenden Tiere eingegangen. Begriffe aus der Jägersprache – der Waidmannsprache – unterscheiden sich häufig von den landläufig bekannten Begriffen. Wir achten darauf schon vom ersten Tag die Schüler an die neuen Begriffe zu gewöhnen.

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Jagdrecht

Dieses Thema gehört vielleicht nicht zu den spannendsten Unterrichtsthemen ist aber essentiell und von höchster Priorität. Als Jäger obliegt man einer Verantwortung, nicht nur dem Wild und der Natur gegenüber, sondern natürlich auch vor dem Gesetz! Eine gewissenhafte Jagdausübung ist nur möglich durch die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben, welche die Jagd betreffen. Hervorzuheben ist der Vorteil einer Jägerprüfung in Bayern, wenn man später auch in Bayern jagdlich aktiv sein möchte. Gewisse rechtliche Vorgaben unterscheiden sich zu von Bundesland zu Bundesland.

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Jagdpraxis

Die jagdliche Praxis ist ein sehr vielfältiges und abwechslungsreiches Fachgebiet mit direktem Bezug zum späteren Jägerleben. Es werden die unterschiedlichen Jagdarten und auch die Wildhege unterrichtet. Ein Besonderes Augenmerk gilt in der jagdeichen Praxis der Wildbrethygiene, dazu gehört auch, wie man das erlegte Wild fachgerecht versorgt und zerwirkt. Wir legen einen großen Wert auf jagdlichen Brauchtum und wissen um die Herausforderungen, Tradition und moderner Jagd mit einander im Einklang zubringen. Viele dieser Themen werden in Verbindung mit der praktischen Ausbildung gelehrt, wie zum Beispiel einen Hochsitz planen, bauen und aufstellen.

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Jagdhunde

Dieses Fach befasst sich mit den in Deutschland anerkannten Jagdhunderassen und ihren Eigenschaften. Jede Jagdhunderasse wurde für eine bestimmte Jagdart gezüchtet und eignet sich so mehr für das eine oder das andere Revier. Auf diese Unterschiede und die Merkmale gehen wir in diesem Fach intensiv ein. Thema sind die artgerechte Hundehaltung, die Frühprägung, die Jagdhundeausbildung und das Prüfungswesen. Ergänzt wird das Fach durch einen Einblick in Hundekrankheiten.

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Naturschutz, Land- und Waldbau

Der Lebensraum der wildlebenden Tiere wird in aller Regel auch land-,  forst- und fischereiwirtschaftlich genutzten. So findet die Jagd auch im Einvernehmen des Land- und Waldbaues statt. Die verschiedenen Nutzungsarten sind eng miteinander verbunden. Als Jäger müssen wir über Grundkenntnisse der Land- und Forstwirtschaft verfügen um eine vorteilhafte Zusammenarbeit für alle möglich zu machen, dazu gehört auch das Erkennen und Vermeiden von Verbissshäden. Die Zusammenhänge zwischen der Nutzung der Natur und dessen Schutz sind fließend. Der Natur- und Artenschutz ist eine wichtige Aufgabe der Jagd. Dieses Fach gibt Einblick in Naturschutzrecht, ökologischen Zusammenhänge und den Biotopschutz.